!!! Musikverbot im Musikpavillon - Nicht mit uns !!!
Hier finden Sie alle Informationen zu der Problematik: "Musikverbot am Musikpavillon". Wir haben eine Informationspflicht gegenüber 2850 Unterschriftgebern und danken Ihnen allen sehr für Ihre Unterstützung.
WIR KÄMPFEN FÜR DEN KULTURSTANDORT AM MUSIKPAVILLON...
Schirmherr Dr. Feist MdB
Statement

„Ich persönlich bin stolz auf die bürgerlichen Tugenden, welche die Stadt einst zu dem machten, was sie heute noch ist: weltoffen, attraktiv, einladend. Der Musikpavillon Leipzig gehört daher für mich nicht nur zum kulturellen Erbe dieser Stadt; er kündet auch heute von lebendigem Bürgersinn, dem kulturellen Engagement Leipziger Unternehmer und einer vielfältigen Musikkultur – wichtigen Wegbegleitern für eine lebens- und liebenswerte Stadt, auf die man stolz sein kann. Der Musikpavillon im Leipziger Clara-Park ist ein lebendiges Zeugnis Leipziger Bürgersinns. Vor knapp 100 Jahren aus Mitteln einer Stiftung errichtet, ist er der Verbindung von Erholung und Kultur verpflichtet – ein Leipziger Markenzeichen.“
MUSIKPAVILLON: KULTURSTANDORT DER STADT LEIPZIG, JA ODER NEIN?
2850 Unterschriften bis dato für den Kulturstandort Musikpavillon
Bis jetzt gibt es trotz der fast hundertjährigen Geschichte des Musikpavillons, Anton-Bruckner-Allee 11, 04107 Leipzig, Fürsprecher und Gegner im Rathaus, beim Ordnungsamt der Stadt und den Anwohnern der Ferdinand-Lassalle-Straße. Wir kontrollieren stets die Musikveranstaltungen mit einem Messgerät und gehen ständig die Referenzpunkte an den Wohnbebauungsanlagen ab und stellen fest, dass wir auf einen Gegenwind stoßen, der schon lange nichts mehr mit den Referenzpegeln der Musik zu tun hat. Wir befinden uns mitten in einer politischen Diskussion um den Musikpavillon, den Clara-Zetkin-Park, kleine und große Musikveranstaltungen im öffentlichen Raum und subjektiven Empfindungen von Lobbyisten, Stadtbeamten und Anwohnern.
Aus diesem Grund sammeln wir zukünftig auch weiterhin Unterschriften und Fürsprecher für den ‚Kulturstandort Musikpavillon‘! Uns ist nicht daran gelegen die zweite Parkbühne zu werden, oder den gesamten Park zu beschallen. Vielmehr möchten wir an einem historischen Kulturstandort ohne ständigen Gegenwind zu erhalten verschiedene kulturelle Veranstaltungen realisieren, den Sonntag als musikalische Darbietung etablieren und besondere Veranstaltungen wie zum Beispiel ein Public Viewing in Zukunft weiter veranstalten. Natürlich in Zusammenarbeit mit der Stadt, dem Ordnungs- und Grünflächenamt und vor allem mit den Bürgern der Stadt bzw. den Besuchern des Clara-Zetkin-Parks.
TATBESTAND
Wie ist die Rechtsgrundlage?
Nach gemeinsamen Messungen mit der Immissionsschutzbehörde an ausgewählten Sonntagen während Veranstaltungen am Musikpavillon vor und während des durchgeführten Public Viewings zur Fußball WM in Südafrika im vergangenen Jahr, aufgrund von Lärmbeschwerden aus der Ferdinand-Lassalle-Straße, konnte keine ordnungswidrige Lärmbelästigung vom Musikpavillon ausgehend offiziell festgestellt werden. Dennoch wird dies vehement von der Sicherheitsbehörde und vom Bürgermeister Herr Rosenthal in einem Schreiben vom 03. Januar 2011 behauptet. Die normalen Veranstaltungen am Musikpavillon finden an den Sonntagen in der Zeit von 14 bis 18 Uhr statt.
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Weiterhin beruft sich die Sicherheitsbehörde auf § 12 Abs. 2 der Polizeiverordnung über öffentliche Sicherheit und Ordnung nach Beschluss Nr. RBV-73/09 der Ratsversammlung vom 09.12.2009 der Stadt Leipzig (PoIVO): „In der Fassung der Bekanntmachung vom 09.12.2009 ist die Nutzung von Außenbeschallung – mit Ausnahme von Musikinstrumenten ohne Verstärkeranlage – an Gaststätten, Freisitzen, Diskotheken nicht gestattet“. Keine elektrisch akustische Beschallungsanlage jedweder Art darf, fest oder temporär, eingesetzt werden. Das schließt Instrumente mit einer integrierten Beschallung, wie dem eines E-Pianos mit ein.
Ohne Ausnahmeregelungen wird hier am Musikpavillon die gaststättenrechtliche Erlaubnis vom 20.06.2008 zugrunde gelegt unter Berücksichtigung der Bindungswirkung an die Baugenehmigung vom 04.11.2004. Als Auflage ist gemäß Pkt. 6.4 jegliche Außenbeschallung an der Gaststätte untersagt. Anzumerken ist unsererseits: Jegliche Außenbeschallung ist, unter Berücksichtigung künstlerischer Freiheit und einer Veränderung klassischer Kaffeehausmusikklänge in den letzten Jahrzehnten, schon aufgrund technischer Neuerungen bei dem Bau und Transport von Musikinstrumenten, an einem „Kulturstandort Musikpavillon“ untersagt.Demzufolge bezeichnet man den Musikpavillon als reine Schank- und Speisewirtschaft, obwohl eine visuelle Trennung des Bier- und Cafégartens gegenüber der Veranstaltungsfläche um den Musikpavillon ersichtlich ist. FAZIT: DER MUSIKPAVILLON IST KEIN ANERKANNTER KULTURSTANDORT IN LEIPZIG.
Schirmherr Dr. Feist MdB
Statement
„Nach Jahren des Verfalls
des einstigen Kleinodes ist es umso erfreulicher für mich als einem Sohn dieser Stadt, dass dieser
Pavillon nicht nur rekonstruiert und wieder nutzbar gemacht wurde, sondern auch
wieder seiner ursprünglichen Bestimmung dient: die Leipziger Parkbesucher mit
Musik jeglicher Art zu erfreuen. Viele Leipziger
unterstützen die Aktivitäten, die im Musikpavillon stattfinden, auch ganz
persönlich mit Fürsprache und Unterschrift – immerhin über 2850 sind dies
bisher.“
ERBE UNSERER VORFAHREN
Mehr als nur ein Pavillon
Der Leipziger Musikpavillon wurde erbaut von der Stadt Leipzig für Musikdarbietungen im öffentlichen Raum. Er war zwischen 1912 und 1985 weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und beliebt. Er ist ein wesentlicher Bestandteil der Leipziger Historie! Nach seiner Geschichte zu urteilen, ist er in der Bundesliga historischer Bauten der Stadt. Seit seiner Erbauung 1912 hat das historische Kleinod eine fast hundertjährige Musikgeschichte in Leipzig und wurde auch zu diesem Zweck von der Stadt in Auftrag gegeben. Ein Auszug aus den Akten Kap. 6 Nr. 31 Reg I. beschreibt die Meinung des damaligen OBM Dr. Dittrich (*1855 Bärenwalde, † 1929 Berlin), dass öffentliche Musikdarbietungen bei den Bürgern großen Beifall finden würden.
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Die Planungen und der Bau des Musikpavillons haben insgesamt 3 Jahre von 1909 bis 1912 gedauert, bevor die Stadt ihn errichten konnte. Das Leipziger Hochbauamt realisierte das Unterfangen gemeinsam mit dem Stadtbauamt und den Stadtbaurat Herr Otto W. Scharenberg, der u.a. das Stadtbad von 1913 bis 1916 realisierte. Der Musikpavillon wurde noch vor der Deutschen Bücherei und dem Völkerschlachtdenkmal im damaligen König-Albert-Park am 14. September 1912 eingeweiht. Vorrangig spielten hier anfangs Militärkapellen mit bis zu 40 Musikern.
Am 03. Juli 1908 wurde Dr. Dittrich zum Oberbürgermeister der Stadt Leipzig gewählt. Unter seiner Amtszeit unterstützte die Stadtverwaltung insbesondere den Handel und die Messe und eröffnete den Leipziger Hauptbahnhof (1909-1912), den Handelshof (1909), den Musikpavillon (1912), die Deutsche Bücherei (1913) und das Völkerschlachtdenkmal (1898-1913). Durch sein Engagement erhielt er die Ehrendoktorwürde und wurde zum Oberbürgermeister auf Lebenszeit. Nach ihm wurde ein Teil des Rings vor dem heutigen Goerdelerring der Dittrich-Ring benannt. Er wurde nach seinem Tode auf dem Südfriedhof beigesetzt.
Schirmherr Dr. Feist MdB
Statement
„Der Betreiber des Pavillons investiert jährlich
mehrere zehntausend Euro in kulturelle Aktivitäten, damit ermöglicht er den
Leipzigern und ihren Gästen einen kostenlosen Kulturgenuss inmitten des Parks. Es mutet im 21. Jahrhundert wie ein Schildbürgerstreich an, dass man
elektrifizierte Musik, also den Einsatz von Mikrofonen oder E-Pianos untersagt,
Blaskapellen aber erlaubt. Wenn die Stadtverwaltung vor 100 Jahren schon solch
rigide, unsinnige Verordnungen erlassen hätte, wäre Leipzig nicht nur die
Attraktion des Musikpavillons im Clara-Park entgangen, hätten sich Gründergeist
und Bürgersinn dieser Stadt nicht so prächtig entwickeln können.“
PROBLEM
Diskussion über Vergangenheit und Zukunft
Leider weiß heutzutage kaum noch jemand, dass der Musikpavillon solch
eine
lange Kulturtradition hat und seit seinem Bau 1912 im Jahre 2012
sein hundertjähriges Bestehen feiert. Wir als Pächter des Geländes am Musikpavillon,
haben im Auftrag der Stadt ohne städtische Mittel diesen Platz und den Musikpavillon als Bauwerk Ihnen, den
Bürgern dieser wunderbaren Stadt, wieder zur Verfügung gestellt und versuchen, natürlich
in Zusammenarbeit mit der Stadt und den Behörden, diesen Standort in
der Leipziger Kultur wieder fest als Kulturstandort zu etablieren. Dafür
haben 2850 Bürgerinnen und Bürger Ihre Stimme derzeit gegeben. Wir können Ihnen allen versichern,
dass wir auch weiterhin dafür einstehen und kämpfen werden! Zudem haben
wir im vergangenen Jahr eine Befragung der Ferdinand-Lassalle-Straße durchgeführt und sehen auch dort viele Unterstützer.
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Wir möchten die mittlerweile fast 100‐jährige Geschichte des Musikpavillons aufarbeiten und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Das ist unserer Meinung nach sehr wichtig, weil wir gemerkt haben, dass kaum jemand weiß, welche Bedeutung der Musikpavillon in der Leipziger Historie hat. Deshalb möchten wir zum Beispiel den bundesweit ausgerufenen Tag des offenen Denkmals gerne als Anlass dafür nehmen.2012 feiert der Musikpavillon sein 100‐jähriges Jubiläum!
GRUNDSATZ
Wir stimmen Ihnen zu Herr Oberbürgermeister
Wir begrüßen die Rede des Oberbürgermeisters der Stadt Leipzig anlässlich seiner Verpflichtung und Vereidigung im Stadtrat am 17.05.2006, der von der Zukunftsfähigkeit „unserer“ Stadt spricht, Zitat: „Wie können wir gemeinsam die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt sichern und weiter verbessern? "Wir" meint den Oberbürgermeister, die Beigeordneten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, aber auch den Stadtrat, die Vertreter der Wirtschaft und der Wissenschaft, ja letztlich die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt. Nicht wir in diesem Haus allein werden die Zukunftsfähigkeit herstellen können. Das können wir nur gemeinsam mit allen Kräften in dieser Stadt …
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Wir begrüßen einen engagierten Oberbürgermeister in Kulturfragen. Wir begrüßen aber auch die 2850 Unterschriftgeber von Bürgern dieser Stadt für diesen Standort. Gerade in einer „Kultur- und Kreativstadt, in der die Menschen für Freiheit, Gerechtigkeit und Selbstverwirklichung“ friedlich demonstriert haben und Menschen hier ein Grundengagement bei der Entwicklung der Stadt mitbringen.
LIEBE BÜRGER UND BÜRGERINNEN
- Wir möchten mit Ihnen gemeinsam den Kulturstandort am Musikpavillon weiterentwickeln und bauen auf Ihre Meinung, Feedbacks und Vorschläge.
- Der traditionsreiche Standort am fast 100-jährigen Musikpavillon wurde für Sie alle gebaut und öffentlich bespielt. Diese Tradition ist ein Kulturgut von Leipzig - IHRES!
- Wir danken Ihnen allen für Ihren Zuspruch und Ihre großartige Unterstützung. Sicher ist, dass wir nur gemeinsam den Musikpavillon wieder zu dem machen können, was er einmal war - Ein kulturelles Kleinod!
- Bitte zögern Sie nicht uns anzusprechen...